2017 wird ein Entscheidungsjahr werden – für uns in Deutschland, auch für uns in Europa

Editorial

12.12.2016 – DER HAUPTSTADTBRIEF 139

Nun ist klar, was auch nicht anders zu erwarten war: Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel macht weiter. Sie hat „Ja“ gesagt zur erneuten Spitzenkandidatur ihrer Partei für die Bundestagswahl 2017.

Jetzt heißt es warten auf … Sigmar Gabriel? Ja, selbstverständlich! Denn nur er ist in der Lage, diese SPD zu führen und auch Spitzenkandidat seiner Partei zu sein.

Das Jahr 2017 wird auch ein Entscheidungsjahr für die EU. Denn man hat nicht mehr das Gefühl, dass man von einem Hoffnungsprojekt Europa sprechen kann – so, wie die reale Situation in den Mitgliedsstaaten aussieht, und so rasant, wie die Politikverdrossenheit angesichts einer EU zunimmt, mit der die Menschen sich zunehmend weniger identifizieren.

Aber noch immer glauben die Eurokraten, dass der Weg zu einem noch engeren Europa weiter beschritten werden kann, und noch immer verhallen die Warnschüsse aus den verschiedenen Ländern anscheinend ungehört.

Noch immer ärgere ich mich über die Pressemeldungen einiger EU-Politiker in Brüssel nach der Entscheidung der britischen Wählerinnen und Wähler zum Brexit, als der schnellste denkbar mögliche Austritt der Briten gefordert wurde.

Welch eine Arroganz, heute immer noch zu glauben, dass Europa ohne Großbritannien an Stärke gewinnt. Wie „furchtbar“, dass die Wähler in den Nationalstaaten so entscheiden, wie sie es für richtig halten, statt der Nomenklatur in Brüssel zu folgen.

Unser Autor Michael Wohlgemuth schreibt in seinem Beitrag, dass es nunmehr an der Zeit wäre, dass die EU den „Plan C“ aus der Schublade holt. Es gibt ihn nämlich.

2017 wird ein Entscheidungsjahr über die Richtung werden. Nicht nur für uns in Deutschland, auch für uns in Europa. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Detlef Prinz
Verleger

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