Bankenunion, Niedrigzinspolitik, Unternehmenssteuern

DER HAUPTSTADTBRIEF als Sonderausgabe in der FAZ

Berlin, 30. November 2012. Am Tag der Sitzung des Deutschen Bundestages, an dem er über das nächste Griechenland-Hilfspaket in Höhe von 44 Milliarden Euro entscheiden will, liegt DER HAUPTSTADTBRIEF der heutigen Frankfurter Allgemeinen Zeitung als aktuelle Sonderausgabe bei. Sie enthält eine Auswahl von Beiträgen aus der regulären Ausgabe, die am 29. November als gedrucktes Heft erschienen und online verfügbar ist.

Die aktuelle Sonderausgabe beschäftigt sich natürlich auch mit dem Thema des Tages. Die Journalistin und Moderatorin der ARD-Sendung „Börse im Ersten“, Anja Kohl, appelliert an Deutschlands Politiker: Hört endlich auf zu lügen! Und spricht damit Millionen Menschen aus der Seele, die längst verstanden haben, dass es ihr Geld ist, das die Retter da zum Fenster hinauswerfen.

Doch die 44 Milliarden Euro Griechenlandhilfe, um heute im Deutschen Bundestag geht, sind nur die sprichwörtlichen Peanuts im Vergleich zu den Beträgen, die auf Deutschlands Steuerzahler und Sparer von 2013 an zukommen werden, würde die geplante europäische Bankenunion tatsächlich Wirklichkeit werden.

Wie die Enteignung und Umverteilung des deutschen Volksvermögens von 2013 an im großen Stil vonstatten gehen soll, legt Philipp Bagus in seiner Analyse der geplanten Bankenunion dar: Die Staatsschulden sind nichts gegen die Bankschulden, die so hoch sind, dass sie im Grunde sogar die Haftungsfähigkeit des gesamten deutschen Volksvermögens übersteigen. Gäbe es in Deutschland eine Opposition – diese Bankenunion würde nie Wirklichkeit werden.

Wie die Enteignung und Umverteilung des deutschen Volksvermögens bereits jetzt, im Jahr drei der Euro-Staatsschuldenkrise, im Kleinen funktioniert, so still und leise, dass Otto Normalverbraucher gar nicht mitkriegt, wie ihm geschieht, erhellt Reiner Holznagel: Es tut jetzt schon weh, stellt der Präsident des Bundes der Steuerzahler fest und zeigt, wie Niedrigzinspolitik und Eurorettung jeden Bürger im Alltag treffen.

Vielen Politikern sind diese Risiken und Nebenwirkungen der europäischen Geldpolitik nicht bewusst – oder sie ignorieren sie kaltschnäuzig. Friedrich Heinemann geht dieser deutschen Realitätsverweigerung auf den Grund, die sogar so weit geht, dass einige Parteien den Ast absägen wollen, an dem der deutsche Wohlstand hängt: Rainer Kirchdörfer und Bertram Layer analysieren die Irrwege deutscher Steuerpolitik. Und Brun-Hagen Hennerkes nimmt ein Thema in den Blick, das einen unternehmenspolitischen Irrweg betrifft: die gut gemeinte, aber für Familienunternehmen oft unpassende Quotierung von Frauen in Aufsichtsräten.

Die gedruckte Beilage können Sie hier als PDF ansehen, online nutzen, verbreiten und herunterladen, wie es Ihnen beliebt.