Potentiale

Editorial des Verlegers

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Potentiale

Editorial des Verlegers

Liebe Leserinnen und Leser,

das ist das Dilemma jeder Oppositionspartei, sie muss schon selbst für Schlagzeilen sorgen, echte politische Entscheidungen sind der Regierungskoalition vorbehalten. Die Versuchung ist offensichtlich auch für die Union groß, mit markigen Sätzen Aufmerksamkeit zu erzielen. Unser Autor Johannes Hillje aber analysiert die Lage der CDU aus politisch-strategischem Blickwinkel: Um welches Wählerinnen- und Wählerpotential wirbt die Union eigentlich? Und welche Erwartungen werden an sie gestellt, was trauen die Menschen ihr zu, wovon sollte sie lieber Abstand nehmen?

Im zweiten Beitrag wirft unser Osteuropakorrespondent Frank Hofmann einen Blick auf die Reaktionen unsere Nachbarn und befreundeten EU-Mitgliedsstaaten in Warschau, Vilnius und natürlich Kyiv und stellt die Frage, wie das Hin und Her des Bundeskanzlers in Sachen Leopard 2 dort verstanden – oder eben nicht verstanden wurde.

Günter Bannas räumt in seiner Kolumne Aus dem Bannaskreis mit einigen Fehlwahrnehmungen auf, die angesichts der anstehenden Wahlrechtsreform, mit der die Größe des Bundestags zurechtgestutzt werden soll, unfröhliche Urständ feiern.

Inge Kloepfer erinnert in einer bewegenden Hommage an Rachel Hanan, die – der Satz lässt einem keine Ruhe – die Konzentrationslager Auschwitz, Bergen-Belsen, Duderstadt und Theresienstadt überlebt hat und nach fünfzig Jahren eisernen Schweigens nun in einem Buch ihre Geschichte erzählt.

Im Postskriptum verfolgt Lutz Lichtenberger die jüngsten Schriften des Völkerrechtlers, Supergutachters und allgemeinen Tausendsassas Christoph Möllers.

Mit herzlichen Grüßen verbleibe ich bis zur nächsten Woche

Ihr Detlef Prinz

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