Woche 27

Der Hauptstadtbrief am Sonntag

Angela Merkel
05
07
© PICTURE ALLIANCE/FLASHPIC
Vielmehr drückte Carl Bernstein seine Bewunderung für den Umgang der Bundeskanzlerin mit einem schwierigen Partner aus: Merkel habe auf Donald Trumps Neigung zu „Telefon-Mobbing“ souverän reagiert: „So wie Wasser auf dem Rücken einer Ente, ließ sie es an sich abperlen.“

Wurde die stoische Ruhe der Bundeskanzlerin früher als „präsidentielles Zaudern“ gedeutet, das dem Amt einer Regierungschefin nicht angemessen sei, setzen derzeit offenbar alle Mitgliedstaaten der EU genau darauf: auf die Besonnenheit, die politische Erfahrung sowie das Verhandlungsgeschick der deutschen Kanzlerin.

Ursula Münch
Woche 27

Der Hauptstadtbrief am Samstag

04
07
© SHUTTERSTOCK/NICKOLAYV
Hauptziel war es, Putin über seine jetzige Amtszeit hinaus konkrete Optionen zu eröffnen. Ihm steht es nun dank einer Nullung seiner bisherigen vier Amtszeiten frei, 2024 und 2030 erneut zu kandidieren. Sein Zeithorizont an der Spitze des russischen Staates erweitert sich damit auf 2036.

Präsident Putin hat sich seine Macht so weit wie möglich institutionell abgesichert. Das Gefühl der Alternativlosigkeit in weiten Kreisen der Bevölkerung lässt sich jedoch nicht mit aktivem Zuspruch für den Präsidenten gleichsetzen.

Gwendolyn Sasse